Energie aus eigener Kraft: Der Stanglwirt mit weltweit erstem Pyrolyse-Bio-Kraftwerk

Der Stanglwirt in Going in Tirol gilt seit Jahrzehnten als Synonym für gelebte Nachhaltigkeit, regionale Verantwortung und wirtschaftliche Beständigkeit. Mit der jüngsten Inbetriebnahme des Bio-Energie-Kraftwerks „Stanglwirt Bio Energie“ setzt das Biohotel nun einen weiteren Meilenstein: Das Hotel erzeugt künftig Wärme und Strom aus erneuerbaren, biogenen Quellen und wird damit weitgehend energieautark – ein Schritt, der in der internationalen Hotellerie seinesgleichen sucht.

Nachhaltigkeit als wirtschaftliches Prinzip

Das weltweit einzigartige Bio-Energie-Kraftwerk auf Basis des Pyrolyseverfahrens macht den Betrieb unabhängiger von fossilen Energieträgern und volatilen Energiemärkten. Durch den Einsatz regionaler Biomasse und eine hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung werden ökologische und ökonomische Ziele in Einklang gebracht.

Im Prozess wird Biomasse in Pflanzenkohle sowie Energie in Form von Strom und Wärme umgewandelt. Die entstehende Pflanzenkohle speichert langfristig CO und verbessert zugleich den Boden in der hauseigenen Landwirtschaft – ein geschlossener Kreislauf, der ökologische Verantwortung mit betrieblicher Effizienz verbindet.

Die Energieautarkie reduziert langfristig die Betriebskosten, sichert Preisstabilität und stärkt die regionale Landwirtschaft als Lieferant für nachwachsende Rohstoffe.

Was als regional verwurzeltes Familienunternehmen begann, entwickelt sich damit zunehmend zu einem weltweiten Symbol für nachhaltige Wertschöpfung im Tourismus – aus eigener Kraft, mit klarer Haltung und unternehmerischem Weitblick.

Ein Hotel als regionaler Wirtschaftsmotor

Die wirtschaftliche Bedeutung des Stanglwirts für die Region ist beachtlich.
Bei einer Jahresauslastung von rund 94 Prozent erzielt der Betrieb einen Netto-Gesamtumsatz von rund 55 Millionen Euro.

Mit Gesamtaufwendungen von etwa 33 Millionen Euro fließen erhebliche Mittel in die lokale und nationale Wirtschaft zurück.
Laut betriebswirtschaftlicher Prodinger-Analyse ergibt sich daraus eine gesamte Wertschöpfung von rund 22,15 Millionen Euro jährlich – ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass ökologische Innovation und ökonomische Leistungsfähigkeit kein Widerspruch, sondern ein Erfolgsmodell sind.

Johannes Hauser, Elisabeth Hauser, LH Anton Mattle, Balthasar Hauser, Magdalena Hauser, Maria Hauser | © Chris Perkles

Franz Hartl
22. Oktober 2025 • 09:20 Uhr • Franz Hartl

In unserer schnelllebigen Zeit zählt immer nur das Heute, das Hier und Jetzt. Das Morgen, das Leben der nachfolgenden Generationen hatte schon immer eine schwache Lobby und droht vollends ins Hintertreffen zu geraten. Da werden von Politikern gerne vollmundig Absichtserklärungen in Sonntagsreden geäußert, aber wenn der Zeitpunkt für Handeln kommt dann gerne verschoben, weil man offenbar Angst vor der eigenen Courage hat.

Umso erfreulicher ist es wenn Unternehmer mit Vorbild-Funktion die Initiative ergreifen, um einerseits ihre Energiekosten zu senken und zugleich eine nachhaltige Lösung verwirklichen, die auf lokale, nachwachsende Resourcen zurückgreift.

6. November 2025 • 08:53 Uhr • Robert Ranzi

Große Freude mit den innovativen Betrieben!
Ich hoffe, einige mehr unterstützen diesen Weg.
Investiert in grüne Technologien, denkt regional, handelt mutig – für eine lebenswerte Zukunft und starke Destinationen!

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