Das neue Ranking der alpinen Top-Destinationen

Der jährlich erscheinende Alpine Destination Report 2026 hat sich zum zentralen Benchmarking-Instrument für touristische Entscheidungsträger, Investoren und Destinationsentwickler etabliert. Gegenüber der Vorjahresausgabe wurde das Modell weiter verfeinert und der Untersuchungsumfang deutlich erweitert: Erstmals umfasst der Bericht 25 österreichische Winterdestinationen sowie einen Vergleich mit ausgewählten Schweizer Wintersportregionen.

Das Bewertungsmodell basiert auf einem mehrstufigen Scoring-Ansatz, der die Regionen entlang der drei Kernkategorien „Angebot & Nachfrage“, „Preisniveau“ und „Attraktivität“ analysiert. Diese Sub-Rankings fließen mit unterschiedlicher Gewichtung in das Gesamtergebnis ein und zeichnen ein klares Bild der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der alpinen Destinationen.

Sub-Ranking Preisniveau: Premiumregionen dominieren

Die Kategorie Preisniveau bewertet die wirtschaftliche Ertragskraft und Zahlungsbereitschaft des Marktes anhand von Beherbergungsumsätzen, Preisrelationen, Einkommensdaten und Immobilienwerten.

Top-5 Preisniveau 2026:

  1. Lech Zürs / Warth-Schröcken
  2. Kitzbühel Tourismus
  3. Serfaus-Fiss-Ladis
  4. St. Anton am Arlberg
  5. Achensee

Lech Zürs / Warth-Schröcken führt die Bewertung mit deutlichem Abstand an: höchste Umsätze pro Bett, starke Gästekaufkraft und ein Premium-Immobilienmarkt festigen die Spitzenposition. Kitzbühel und Serfaus-Fiss-Ladis bestätigen ebenfalls ihr Profil als hochpreisige, aber stabile Qualitätsdestinationen. Aufsteiger im mittleren Segment sind u. a. Achensee und Saalbach-Hinterglemm, die ihre Ertragskraft in den letzten Jahren stetig steigern konnten.

Gesamtranking 2026: Ötztal gewinnt vor Serfaus-Fiss-Ladis und Kitzbühel

Im aktualisierten Gesamtranking setzen sich jene Regionen durch, die Nachfrage, Preisniveau und Attraktivität besonders ausgewogen verbinden:

Top-5 Gesamtranking 2026:

  1. Ötztal Tourismus
  2. Serfaus-Fiss-Ladis
  3. Kitzbühel Tourismus
  4. St. Anton am Arlberg
  5. Paznaun–Ischgl

Auffällig ist, dass die führenden Destinationen ihre Stärke nicht primär aus großen Nächtigungsvolumina ziehen, sondern aus Wertschöpfung, Angebotsqualität und Markenattraktivität.

  • Ötztal Tourismus punktet mit hoher Nachfrage, starken Erträgen und herausragender Angebotsattraktivität.
  • Serfaus-Fiss-Ladis überzeugt durch Familienfreundlichkeit und Preisdurchsetzung.
  • Kitzbühel bleibt dank internationaler Strahlkraft und hochpreisigem Marktumfeld unter den Top-3.

Download: Alpine Destination Report 2026

Franz Hartl
17. November 2025 • 17:17 Uhr • Franz Hartl

Ist wirklich spannend und macht Lust auf Mehr. Wie wäre es mit einer Ausweitung auf Sommer- bzw. Ganzjahresdestinationen und einer Einbeziehung von Südtirol?

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