Warum der Tourismus keine Angstbranche sein darf
Branchenvertreter sind oft so gepolt, dass sie (wie der sprichwörtliche Duracell-Hase) ihre Forderungen und Positionen lautstark in der Öffentlichkeit vertreten. Im Fokus stehen dabei meist Missverhältnisse, steigende Kosten und sinkende Margen.
Das ist legitim. Lobbying lebt davon, Probleme sichtbar zu machen und Druck aufzubauen.
Mindestens genauso wichtig ist es jedoch, sich von den Drohgebärden der aktuellen Lage nicht lähmen zu lassen. Gerade in Zeiten der Disruption entscheidet nicht der Grad der Verunsicherung über den Erfolg, sondern die Fähigkeit, Chancen zu erkennen und aktiv zu nutzen. Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Der überwiegende Teil der Weltbevölkerung wird auch künftig über ausreichend Freizeit und finanzielle Mittel verfügen, um diese im touristischen Kontext zu konsumieren.
Das Öl unseres Geschäfts – das Reisen – wird trotz aller verkündeten Drohkulissen weiter fließen. Produkte und Konzepte müssen sich anpassen, keine Frage. Genau das war jedoch immer Teil der DNA dieser Branche. Unternehmertum und Flexibilität waren und sind das Fundament des Tourismus – nicht Angst, nicht Stillstand und nicht das permanente Beschwören des Niedergangs.
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