5-Jahresplan für Privatzimmer?
Die Tiroler Tageszeitung brachte jüngst einen Artikel über die aktuelle Auslastungssituation der Privatquartiere in Österreich. Während – scheint´s – in Oberösterreich und im Burgenland die Kassen klingeln, sieht die Welt der Privatvermieter in Tirol nicht so rosig aus. Friedl Müller, Obmann der Privatvermieter in `Heiligen Land´, hat im Interview rasch eine Erklärung parat: es ist die Dumpingpreis-Politik der Tiroler Hotellerie, die den Privaten derzeit das Wasser abgräbt. Anders formuliert: wer für 39,00 Euro ins Hotel kann, nächtigt nicht im Privatquartier – auch wenn´s dort auch eine Sauna und einen Whirlpool gibt. Tatsächlich sehen die aktuellen Zahlen der privaten Vermieter heuer schlecht aus: – 7,4 % bei den Übernachtungen im Mai und Juni (- 5,7 % bei den privaten Ferienwohnungen); seit Januar sieht der Rückgang bei der Privatvemietern mit – 8,6% sogar noch etwas schlechter aus (Statistik Austria, Zahlen bis einschließlich Juni). Was mich persönlich mehr erschüttert, als diese Zahlen, ist, was Friedl Müller aus diesen Zahlen folgert: wir brauchen eine Steigerung von 10 % und keine Stagnation, um die bestehenden Kapazitäten auszulasten. Ein Konjunkturpaket also, eine `Abwrackprämie´ für Privatquartiere, wie es in einem Kommentar zu oben angeführtem Artikel treffend beschrieben ist? Vielleicht kommt er jetzt endlich, der 5-Jahresplan für den Tourismus. Damit wir den Markt endlich dorthin zwingen können, wo wir ihn haben wollen! Ist doch wahr…
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